Kirschlorbeer

Alles über Kirschlorbeer Pflanzen, die Lorbeerkirsche als Heckenpflanze, Staude, Baum oder Beetpflanze

Allgemeines über die Lorbeerkirsche (lat. Prunus laurocerasus)

Pflanzen, die ganzjährig grün bleiben, setzen auch im Winter farbige Akzente im Garten. Der Kirschlorbeer zählt zu diesen Arten. Da die meisten Kirschlorbeer Sorten winterhart sind, kommen sie in der Regel gut über die kalten Monate.

Sie finden vorzugsweise in öffentlichen Parks und in Gärten Verwendung, manchmal auch sehr dicht stehend als Kirschlorbeerhecke. In verhältnismäßig kurzer Zeit wachsen bei optimalen Pflegemaßnahmen aus jungen Pflanzen imposante Sträucher heran.

Pflanzenzugehörigkeit

Die Bezeichnung Kirschlorbeer ist eigentlich irreführend, denn es handelt sich in keinster Weise um eine Lorbeerpflanze. Nur weil das Laub den Blättern des Echten Lorbeers stark ähnelt, erhielt das Gewächs diesen Namen, der korrekterweise Lorbeerkirsche lautet. Die im Herbst heranreifenden Steinfrüchte sehen zudem wie Kirschen aus. Der botanische Begriff „Prunus“ steht für die Pflanzengattung, die zur Familie der Rosengewächse gehört. Einzeln gepflanzte Exemplare präsentieren sich manchmal als Kirschlorbeerbaum, wenn ein jährlich stattfindendes Kirschlorbeerschneiden für eine schmälere Wuchsform sorgt, anstelle der sonst üblichen buschigen Fasson.

Herkunft des Kirschlorbeers

Heimatgebiete des Kirschlorbeers befinden sich im Kaukasus und auf dem Balkan. Die aus Südosteuropa stammenden Gewächse standen im letzten Jahrhundert bevorzugt im Interesse der Baumschulen. Bereits im 16. Jahrhundert wuchsen Kirschlorbeeren am Mittelmeer und etwas später hielten sie in England als Zierpflanzen Einzug. Mittlerweile gibt es zahlreiche verschiedene Kirschlorbeer Sorten. Eine der beliebtesten Sorten ist der Prunus laurocerasus Caucasica. Sein Herkunftsgebiet hat ihm den Namen ‘Caucasica’ verliehen.

Der Kirschlorbeer im Garten

Einen Kirchlorbeer pflanzen Gartenbesitzer gerne, um unschöne Ecken zu verdecken oder um sich vor neugierigen Blicken zu schützen. Das immergrüne, dicht wachsende Laub versperrt die Aussicht optimal. Bei ausreichendem Platz präsentiert sich ein Kirschlorbeer aber auch herrlich als Solitärpflanze. Da vor allem die Samen und die Blätter vom Kirschlorbeer giftig sind, besteht bei kleinen Kindern Vergiftungsgefahr, wenn sie auf diesen Pflanzenteilen herumkauen.

Falls ein Kirschlorbeer gelbe Blätter bekommt, liegt es meist an Staunässe mit einer einher gehenden Wurzelfäule. Zu den weiteren typischen Kirschlorbeer Krankheiten zählt der Mehltau. Wer seinen Kirschlorbeer umpflanzen möchte, auch wenn er bereits etwas älter ist, sollte dies unbedingt im Herbst ausführen.

Bezugsquellen

Weil der Prunus laurocerasus immer beliebter wird, ist er heute in fast jeder Baumschule zu haben. Nicht nur regional, sondern auch online kann man sich beste und günstige Pflanzen sichern. In einem separaten Artikel habe ich einige Bezugsquellen bzw. Baumschulen aufgeführt, bei denen man im Online Shop günstig Kirschlorbeer kaufen kann. Der Pflanzenversand erfolgt reibungslos per Paketdienst und bei größeren Mengen mit einer speziellen Spedition.

Kirschlorbeer – Pflanzenbeschreibung

Die länglichen, randlosen Blätter des Kirschlorbeers besitzen eine lederartige, glänzende  Oberfläche. Sie wachsen wechselständig an den Zweigen heran und weisen auf ihrer Rückseite ein etwas helleres Grün auf. Beim Reiben an den Blättern verströmen sie ein leichtes Bittermandelaroma. In der Zeit zwischen April und Juni Kirschlorbeerschmücken etwa 12 cm lange, weiße, aufrecht stehende Blütenrispen den Strauch. Aus ihnen entwickeln sich bis zum September Steinfrüchte mit etwa 8 mm Durchmesser, die ihre zunächst grüne Farbe in einen Rotton und später in ein Dunkelpurpur oder in ein tiefes Schwarz wechseln.

Jeweils am Blattanfang in der Nähe der Mittelader bildet der Kirschlorbeer Drüsen, die besonders zum Zeitpunkt des Knopsenaustriebs einen klebrigen Zuckersaft absondern. Ameisen sind dankbare Abnehmer dieser drüsigen Nektarproduktion, die mit ihrem Duft auch Insekten anlockt. An den Beeren bedienen sich im Winter gerne die Amseln, die den Samen im ganzen Zustand wieder ausscheiden und dadurch auf natürliche Weise den Kirschlorbeer vermehren.

Zu den bewährten und deshalb oft im Handel angebotenen Sorten zählen:

  • Kirschlorbeer Novita
  • Kirschlorbeer Etna
  • Kirschlorbeer Rotundifolia
  • Kirschlorbeer Caucasica

Die Lorbeerkirsche erfreut sich allgemein einer großen Beliebtheit. Gartengestalter greifen bei ihren Planungen gerne auf dieses beeindruckende Gewächs zurück, besonders wenn es sich um größere Areale handelt.

 

Weitere Heckenpflanzen

Die Möglichkeiten der Heckenbepflanzung sind schier unerschöpflich. In den Gartenfachmärkten stehen zahlreiche Gewächse zum Kauf bereit, die sich als lebende Zäune zur Einfriedung eines Grundstücks eignen. Die Unterscheidung liegt in der Art ihrer Blätter sowie ihrer Wuchs- und Blühfreude. Von den Laub abwerfenden Heckenpflanzen bleiben im Winter nur die kahlen Äste und Zweige stehen.

Ganz anders sieht es mit den immergrünen Gewächsen aus, die auch über die kalten Monate für attraktiven Sichtschutz sorgen. Alternativ kann die Grenzbepflanzung auch aus herrlich blühenden, zum Teil wunderbar duftenden Sträuchern bestehen.

  • Zu den Laub abwerfenden Heckenpflanzen zählen Hain-, Blut- und Rotbuche, Berberitze, Feldahorn und Liguster.
  • Für leuchtende Blütenträume sorgen Forsythie, Blutjohannisbeere, Prachtspiere, Schmetterlingsstrauch, Weigelie, Deutzia, Ranunkelstrauch, Feuerdorn, Pfeifenstrauch, Apfelrose, Rispenhortensie, Schneeball, Fingerstrauch und Gartenjasmin. Ein Mix aus verschiedenen Pflanzen bringt nicht nur fantastische farbige Kontraste hervor, unterschiedliche Blühzeiten verlängern zudem das alljährliche Blütenspiel.
  • Außer dem Kirschlorbeer bleiben auch noch diverse andere Heckenpflanzen ganzjährig grün. Zypressengewächse, Taxus, Buchs, Thuja, Glanzmispel, Stechpalme und Bambus fallen in diese Kategorie.

Welchen Kirschlorbeer für schmale Hecken?

Kleine Gärten benötigen eine wohlüberlegte Planung, damit sie größer wirken und optimal genutzt werden können. Für einen zuverlässigen Sichtschutz, den sich die meisten Menschen wünschen, sorgen immergrüne Heckenpflanzen, die bei Grundstücken mit geringer Fläche idealerweise schmalwüchsig bleiben.

Entfalten sie sich zu sehr in die Breite, bleibt nicht mehr viel Platz für die restliche Gartengestaltung übrig. Als sogenannte „lebende Zäune“ werden Thuja, Eibe, Zypresse, Buchs, Bambus und Kirschlorbeer sehr geschätzt, denn sie behalten auch im Winter ihr Laub. Der Schutz vor neugierigen Blicke bleibt mit diesen Heckenpflanzen das ganze Jahr über gewahrt.

Welche Breite erreicht die Lorbeerkirsche?

Altbewährte Standardsorten, wie z. B. Prunus laurocerasus Caucasica, erlangen schnell eine Breite von 3 m. Ungehindertes Wachstum vorausgesetzt, sind 4 m und mehr keine Seltenheit.

Die Dicke einer Kirschlorbeerhecke hängt zum einen von der speziellen Art und zum anderen vom Ausmaß des jährlichen Schneidens ab. Problematisch kann es werden, wenn das rückseitige Einkürzen der Äste nur vom Nachbargrundstück aus möglich ist.

Selbst wenn ein guter zwischenmenschlicher Kontakt besteht, geht das ständige Bitten, die angrenzende Fläche betreten zu dürfen, sicherlich auf die Nerven. Dort, wo sich Prunus laurocerasus nicht zur Genüge ausbreiten kann, sollten schmalwachsende Arten den Vorzug erhalten.

Für kleine Gärten geeignet: Prunus laurocerasus Herbergii

Zu den Sorten, die relativ schmal bleiben, zählt der Kirschlorbeer Herbergii. Gärtner raten zum ersten Schnitt im Frühjahr noch vor dem Austrieb. Mit dieser Maßnahme lässt sich das Breitenwachstum von Herbergii leicht in Grenzen halten.

Die Entwicklung von ausladenden und sperrigen Ästen wird wirkungsvoll gestoppt. Herbergii zeichnet sich durch einen sehr dichten Wuchs aus, der zu vollkommenem Sichtschutz führt. Die Höhenwachsgeschwindigkeit beträgt 20 bis 40 cm pro Jahr. Andere Heckenpflanzen sprießen deutlich schneller nach oben.

Das dunkelgrüne, immergrüne Laub von Prunus laurocerasus Herbergii besitzt eine feste Konsistenz. Wird die Heckenbreite eingekürzt, sollte diese Aktion mit einer scharfen Gartenschere geschehen. Elektrische Geräte zerfleddern die Blätter. Das Laub wird an diesen Stellen braun und hinterlässt keinen schönen Anblick mehr.

Die schlanke Sorte Prunus laurocerasus Genolia®

Baugrund wird immer teurer. Häuslebauer entscheiden sich deshalb verstärkt für Reihenhäuser mit schmalen Gärten. Damit die Grünbereiche trotzdem mit Sichtschutz-Hecken ausgestattet werden können, konzentrierten sich die Züchter in letzter Zeit vermehrt auf Sträucher, die wenig Grundfläche beanspruchen.

Mit Prunus laurocerasus Genolia® ist ihnen ein Zuchterfolg geglückt, der die Forderung an eine schlanke Form vortrefflich erfüllt. Der Kirschlorbeer für schmale Hecken erhielt legitimerweise die Bezeichnung „Säulenkirschlorbeer“.

Ein 3 m großes Gewächs verfügt über eine Breite von nur 100 cm, ggf. noch weniger, ohne dass vorher die Äste seitlich gestutzt wurden. Prunus laurocerasus Genolia® stellt trotzdem einen 100-prozentigen Sichtschutz sicher.