Kirschlorbeerhecke

Wer immergrüne Heckenpflanzen liebt, pflanzt eine Kirschlorbeerhecke

 

Mehrere Zielsetzungen können zugrunde liegen, wenn der Kirschlorbeer als Hecke heranwachsen soll. In aller Regel geht es darum, einen Bereich einzugrenzen. Der Begriff Hecke entstammt dem altdeutschen Wort „hegga“, das einhegen oder umzäunen bedeutet.

In der englischen Sprache trifft man auch auf Ähnlichkeiten, denn „to hedge“ wird mit „den Rücken decken“ oder „sich absichern“ übersetzt.

Kirschlorbeerhecke als Sichtschutz

Die Verwendung als lebender Zaun wird der wohl häufigste Einsatzzweck der Lorbeerkirsche sein. Nicht ohne Grund, denn dieser Strauch bringt alle Eigenschaften mit, die ein Sichtschutzgewächs innehaben sollte:

  • Eine Kirschlorbeerhecke wächst sehr schnell und erreicht deshalb nach der Pflanzung bald ihre gewünschte Höhe.
  • Das sehr dicht wachsende Geäst verhindert jeden Durchblick.
  • Als immergrüner Strauch bleibt beim Kirschlorbeer auch im Winter ein optimaler Sichtschutz bestehen.
  • Da die Kirschlorbeerhecke im Herbst keine Blätter abwirft, muss kein Herbstlaub zusammengekehrt und entsorgt werden.
  • Eine Kirschlorbeerhecke ist sehr pflegeleicht. Zur Formerhaltung ist allerdings ein einmaliges Kirschlorbeer schneiden pro Jahr nötig.

Kirschlorbeerhecke Pflanzabstand

Für den Pflanzabstand bei Heckenbepflanzung werden meist 50 cm empfohlen. Bei besonders breit wüchsigen Kirschlorbeer Sorten kann ein größerer Abstand sinnvoll sein. Die Pflanzenbeschreibung beim Kauf gibt darüber nähere Auskunft. Zum Anlegen einer Sichtschutzhecke eignen sich vor allem die Sorten Kirschlorbeer Caucasica, Kirschlorbeer Novita, Kirschlorbeer Rotundiflora und wenn die Hecke nicht so hoch werden soll auch Kirschlorbeer Etna.

Kirschlorbeerhecke als Gartenteiler

Auf sehr großen Grundstücken verschaffen Abtrennungen einen besseren Überblick. So sind  zum Beispiel folgende Bereiche möglich:

  • Gemüsebeete
  • Sommerblumen
  • Platz zum Feiern
  • Kräutergarten
  • Ort zur Ruhe und Mediation
  • Wassergarten
  • Liegewiese

Als natürliche Abgrenzung sind Kirschlorbeerhecken wie geschaffen. Wer es romantisch mag, kann die einzelnen Durchgänge noch mit Rosenbögen versehen, die sich im Sommer farblich vom einheitlichen Grün des Kirschlorbeers abheben.

 

Die Lorbeerkirsche als Vogelschutzstrauch

Jeden Vogelliebhaber wird es sicherlich interessieren, dass zahlreiche bei uns heimische Vögel ihre Nester in dichtes Laubwerk bauen. Amsel, Zaunkönig, Stieglitz, Singdrossel, Grün- und Buchfink zählen zu den Vogelarten, die bevorzugt in Hecken brüten. Eine Kirschlorbeerhecke mit ihrem eng stehenden Geäst eignet sich dafür vorzüglich. Allerdings muss jede Art von Schnittarbeit unbedingt noch vor dem Nestbau der Vögel erfolgen, damit die Tiere nicht gestört werden. Bei einer Vogelschutzhecke sollte am besten komplett auf Rückschnitt verzichtet werden, es sei denn, fehlender Platz macht das Schneiden unumgänglich.

 

Hecken als Versteck für Nützlinge

Nicht nur die Singvögel, sondern auch noch andere tierische Helfer sind die beste Prophylaxe für Schäden durch Insekten, Käfer und Raupen an Gemüse und Blumen. Damit sich Schädlinge im Garten nicht übermäßig ausbreiten, trägt eine hohe Population von Nützlingen bei, die allerdings einen passenden Lebensraum beanspruchen. Dazu zählen in erste Linie Versteck- und Unterschlupfmöglichkeiten. Unter einer Kirschlorbeerhecke halten sich mit Vorliebe Igel, Spitzmäuse und Frösche auf, aber auch Eidechsen und Blindschleichen. Sie alle konsumieren im Laufe eines Sommers Unmengen an Schädlingen.

 

Kirschlorbeerhecke als Hintergrundbepflanzung

Wenn es etwas zu verstecken gibt, versperren dicht wachsende Kirschlorbeersträucher den Anblick ideal. Egal, ob es sich um eine hässliche Wand oder um eine unschöne Aussicht handelt, eine davor platzierte Kirschlorbeerhecke sogt für ein angenehmes Blickfeld. Gleichzeitig sind die hohen, kräftig grünen Sträucher eine wunderschöne Hintergrundbepflanzung und bieten davor wachsenden bunten Blumen eine herrliche Kulisse.