Kirschlorbeer vermehren

Verschiedene Möglichkeiten zur Kirschlorbeer-Nachzucht mit Video-Dokumentation

 

Bereits gut durchwurzelte Kirschlorbeerpflanzen sind in der Anschaffung nicht billig, deshalb lohnt es sich durchaus, für die Vermehrung selbst zu sorgen. Insbesondere wenn eine komplette Kirschlorbeerhecke geplant ist, lässt sich mit der eigenen Anzucht von Jungpflanzen erheblich Geld sparen.

Natürlich unterliegt die Nachzucht in Eigenregie einer gewissen Zeitspanne, die nötig ist, bis die Pflanzen eine passable Höhe erreicht haben. Geduld ist also die Grundvoraussetzung für alle, die selbst Kirschlorbeer vermehren möchten. Zur Aufzucht von Jungpflanzen bestehen drei verschiedene Alternativen.

 

Aus Samen Kirschlorbeer vermehren

Die Vermehrung aus Samen nimmt die meiste Zeit in Anspruch. Kerne aus reifen Früchten bieten die dazu nötige Grundlage. Der Kirschlorbeer ist ein Kaltkeimer, was heißt, dass die in Erde ausgebrachten Samen nicht übermäßig warm stehen sollten.

Idealerweise werden sie bereits im Herbst in einer Schale ausgesät und in ein kühles Treppenhaus gebracht. Das Substrat muss natürlich die ganze Zeit über feucht gehalten werden. Bis die Samen endlich keimen,  kann bereits das folgende Frühjahr angebrochen sein. Oftmals geschieht die Vermehrung über Samen bei einem vorhandenen Kirschlorbeerbaum von ganz alleine. Kirschlorbeer vermehren mit Absenkern ist eine weitere Variante, die im nächsten Abschnitt beschrieben wird.

 

Mit Absenkern Kirschlorbeer vermehren

Die Absenkervermehrung erfolgt an einem noch am Strauch befindlichen Zweig. Geeignet ist ein Geäst, das sich ganz unten am Boden befindet und deshalb zum Teil in Erde eingegraben werden kann, ohne dass der Zweig abgeschnitten werden muss. Die Spitze soll dabei noch aus dem Boden herausschauen. Damit sich an diesem Zweig tatsächlich Wurzeln bilden, wird er mit einem scharfen Messer bis zur Hälfte eingeschnitten. Genau diese Stelle muss sich dann innerhalb des Erdreichs befinden, so dass dort Wurzeln wachsen. Dass der Zweig nicht aus dem Boden herausrutscht, wird er mit einem Stein beschwert. Zeltheringe sind für diesen Einsatzzweck gleichfalls gut geeignet. Auch sie sorgen dafür, dass der Zweig im Boden bleibt und dort Wurzeln bilden kann. Nach etwa 8 Wochen dürfte dies geschehen sein. Dann kann der Absenker aus der Erde geholt und endgültig vom Mutterstrauch getrennt werden. Idealerweise werden Jungpflanzen zunächst in Töpfe mit nährstoffreichem Substrat gesetzt.

 

Mit Stecklingen Kirchlorbeer vermehren

Nach erfolgtem Rückschnitt besteht die beste Gelegenheit zum Kirschlorbeer vermehren. Das Schnittgut hält dann sowieso in großem Umfang Stecklinge zur vegetativen Vermehrung bereit. Werden Ableger direkt vom Kirschlorbeer entnommen, empfiehlt sich das Abreißen eines Triebes direkt am Ast.

Kirschlorbeer vermehren mit Stecklingen

Die unteren Blätter werden stets komplett entfernt. Damit sich der Steckling auf die Wurzeln konzentriert, sollte der obere Trieb abgezwickt werden. Mit dem Halbieren der vorhandenen Blätter reduziert sich die Verdunstung während der Bewurzelungszeit. So präpariert, sollten die Stecklinge entweder direkt ins Freiland oder noch besser in Schalen mit einem Sand-Erde-Gemisch gesetzt werden und zwar so, dass sie mindestens zur Hälfte in Erde stecken, die auf Dauer feucht bleiben muss.

 

Kirschlorbeer durch Wurzelziehen im Wasser vermehren

Das Wurzelziehen im Wasser ist ebenfalls möglich. Dazu werden Stecklinge einfach in ein mit Wasser gefülltes Gefäß deponiert. Auch hier ist es hilfreich, die unteren Blätter vorher zu entfernen. Es werden sich mit ziemlich großer Gewissheit nicht an allen Stecklingen Wurzeln bilden, deshalb lieber mehr Zweige verwenden als genau die Stückzahl, die eigentlich gebraucht wird. Mit einer Wurzellänge von etwa 3-5 cm können die Ableger schließlich in einen Blumentopf umziehen.

Im Video unten gibt es noch ergänzende Informationen zum Thema Kirschlorbeer vermehren durch Wurzelziehen im Wasser.