In Bezug auf Lorbeerkirschen wartet der Gartenfachhandel mit einer ständig größer werdenden Sortenvielfalt auf. Durch Selektion und Kreuzung entstehen neue Arten, die sich in Wuchsform und Blattwerk unterscheiden.

Manche Kirschlorbeeren besitzen große, breite Blätter, während das Laub bei anderen Arten erheblich schmäler bleibt. Selbst die Farbe der Blätter variiert von Sorte zu Sorte. Der Kirschlorbeer Genolia (präzise Bezeichnung: Prunus laurocerasus ‘Genolia’ ®) zählt zu den relativ neuen Arten. Er deckt unter anderem den Wunsch nach einem Gewächs mit sehr schlanker Silhouette ab.

Kirschlorbeer Genolia ® Containerpflanzen 60-80 cm
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Kirschlorbeer Genolia ® Containerpflanzen 60-80 cm*
von Gartencenter Bartels
  • Wuchs: Strauchartig-Schlank-Blickdicht
  • Wuchs: Ca. 250-300 cm hoch und nur ca. 100 cm breit
  • Verwendung: Heckenpflanze-Kübel-Einzelstellung-Gruppenpflanzung
  • Frosthart: Sehr frosthart
  • Besonderheit: Sehr schlank wachsender Kirschlorbeer
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Der Kirschlorbeer Genolia reiht sich ein in die Liste der Arten mit aufrechter Säulenform

Das lateinische Wort „prunus“ bedeutet ins Deutsche übersetzt Pflaumenbaum. Die ursprünglich aus Kleinasien stammende Wildart (Prunus laurocerasus, Syn.: Laurocerasus officinalis), die Wuchshöhen bis zu 7 m erreicht, bildet bei allen Züchtungen die Basis.

Selbst in seiner Heimat ist der „Original-Kirschlorbeer“ nur noch selten anzutreffen. Dafür befinden sich zahlreiche Neuzüchtungen in Kultur. Das Hauptanliegen bei der Entstehung von neuen Arten galt zunächst einer besseren Frostverträglichkeit, denn nördlich der Alpen wurden die Sträucher häufig ein Opfer der kalten Winter.

Nach und nach kamen bei der Entwicklung von neuen Sorten weitere Kriterien, meist die Optik betreffend, hinzu:

Bei Genolia richtete sich das Augenmerk in erster Linie auf eine schlanke Form.

Für jeden Geschmack den passenden Kirschlorbeer, die erfolgreiche Arbeit der Botaniker, die sich der genetischen Veränderung von Pflanzen widmen, macht es möglich.

Säulenkirschlorbeer Genolia

Schweizer Züchter brachten die Lorbeerkirsche Genolia mit extrem schmalem Wuchs hervor. Während andere Arten ohne Rückschnitt bis zu 3 m in die Breite wachsen, bleibt Genolia mit ca. 80 cm auffallend schlank.

Ganz unten am Boden beginnt bereits die Verzweigung der Triebe. Auf diese Weise lässt sich eine vollumfängliche Blickdichte realisieren. Die lederartigen, dunkelgrünen Blätter sind vergleichsweise schmal.

Der angenehme Duft, den die Blütenrispen verströmen, lockt Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an. Von Mai bis Juni präsentiert sich der Kirschlorbeer Genolia mit einem weißen Blütenkleid.

Der Fruchtansatz fällt nur gering aus, was als positiv empfunden wird, weil die zunächst grünen, später roten und bis zum September schwarz werdenden, kugelförmigen Beeren der Lorbeerkirsche im rohen Zustand Giftstoffe enthalten.

Der Kirschlorbeer Genolia besticht darüber hinaus mit seiner Schnittverträglichkeit. Selbst etwas stärker ausfallende Rückschnitte steckt er mühelos weg. Dabei stellt er wenig Ansprüche an Boden und Standort.

Die Vorzüge von Genolia:

  • Pflanzengestalt: Säule
  • Wuchs: aufrecht, kompakt und dicht
  • Blüten: weiß, traubenförmig gebündelt
  • Größe der Blütenstände: bis 10 cm
  • Duftstärke: mittel
  • Laubfarbe: dunkelgrün
  • Blätter: mittelgroß, elliptisch geformt
  • Zuwachs pro Jahr: etwa 30 cm
  • Höhe maximal: 3 bis 4 m
  • Wuchsbreite: 50 bis 100 cm
  • Pflegeaufwand: gering bis mittel
  • Wasserbedarf: gering bis mittel
  • Winterhärte: sehr frostbeständig
  • Verwendung: Hecke, Gruppengehölz, Einzelstellung oder in größeren Kübeln

Welcher Standort eignet sich für Genolia?

Lorbeerkirschen bevorzugen nährstoffreiche Lehmböden mit Humusanteilen. Genolia fühlt sich auch auf einem sandigen und zur Trockenheit neigenden Untergrund recht wohl. Idealerweise handelt es sich um gute Gartenerde, die regelmäßig mit Kompost angereichert wird.

Ob mäßig sauer oder alkalisch, der ph-Wert nimmt eine untergeordnete Rolle ein. Lediglich fortwährende Staunässe und stark verdichtete Böden können zu einem Problem werden.

Intensiver Blattfall lässt sich stets als Zeichen für einen unangemessenen Standort deuten. Genolia verträgt sowohl Sonne als auch Halbschatten. Für diese Art kommt sogar Schatten infrage, weshalb alternativ ein Platz unter hohen Bäumen ausgewählt werden kann.

Säulenkirschlorbeer Genolia als Hecke

Der schlanke und dichte Wuchs prädestiniert Genolia als ausgezeichnete Heckenpflanze. Im Gegensatz zu anderen Vertretern der Gattung Prunus, muss der Kirschlorbeer Genolia in seinem Breitenwachstum nicht gebändigt werden.

Hinweis: Rückschnitte beschränken sich in der Regel auf die nach oben sprießenden Triebe.

Beim Anlegen der Hecke sollte der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen etwa 30 cm betragen. Pro Laufmeter empfehlen sich deshalb 3 Gewächse.

Nach einer Herbstpflanzung haben sich die Wurzeln bis zum Frühjahr gut entwickelt und der Kirschlorbeer kann sich einem üppigen Austrieb widmen.

Gründliches Auflockern der Grabensohle vor dem Setzen begünstigt das Anwachsen. Immergrüne Sträucher brauchen auch im Winter ausreichend Feuchtigkeit, weil aus ihren Blättern das ganze Jahr über Wasser verdunstet.

Zusammenfassung:

Wer eine nur gering in die Breite wachsende Lorbeerkirsche sucht, liegt bei Genolia genau richtig. Aufgrund ihres schlanken Wuchses, eignet sich diese Sorte phantastisch zur Heckenbepflanzung. Andererseits macht der Kirschlorbeer Genolia auch als Solitär oder in der Gruppe eine sehr gute Figur.