Kirschlorbeer Etna

Die etwas kleinere Lorbeerkirsche für den Topf oder Kübel

 

Kirchlorbeer Sorten, die nicht allzu hoch wachsen, eignen sich vorzüglich zur Kultivierung in einem Kübel zur Begrünung eines Dachgartens oder der Terrasse.

Der Kirschlorbeer Etna, der nur eine Maximalhöhe von 2 Metern erreicht, zählt zu diesen Sorten. Aufgrund seines kräftigen Wurzelsystems sollte allerdings auch im Kübel ausreichend Platz zur Verfügung stehen.

 

Pflanzenbeschreibung

Mit einer Wuchsbreite von 60 – 100 cm dehnt sich Etna auch seitlich nicht zu sehr aus. Auffallend ist der Neuaustrieb, der sich mit einem bronzefarbenen Ton vom restlichen dunkelgrünen Laub abhebt. Die im Mai bzw. im Juni erscheinenden Blütentrauben erreichen eine Höhe von 20 cm.

Bis zum August reifen die Früchte in einer dunkelvioletten Färbung heran. Die Blätter sind für eine Lorbeerkirsche ziemlich breit, man kann sie schon als nahezu eiförmig bezeichnen. Blüten und Früchte bleiben allerdings bei allzu häufigem Schneiden oftmals aus.

Kirschlorbeer Etna

Kirschlorbeer Etna

Kirschlorbeer Etna als Hecke

Auch wenn Etna nicht zu den hoch wachsenden Sorten zählt, kann sie zu einer wunderschönen Kirschlorbeerhecke heranwachsen, wenn sie insgesamt bis unterhalb 1,60 m gehalten wird.

Etna wächst eher gedrungen. Mit 10 – 30 cm Höhenwachstum pro Jahr zählt Etna zu den Sorten, die nicht so schnell in die Höhe treiben, dafür werden sie aber besonders dicht.

Zur Heckenpflanzung empfehlen sich je nach Pflanzengröße etwa 3 Sträucher innerhalb eines Meters.

Kirschlorbeer Etna als Hochstamm

Soll eine Lorbeerkirsche die Form eines Hochstammbäumchens erhalten, eignet sich Etna vorzüglich. An der kugeligen Krone treten die bronzefarbenen, neuen Triebe besonders gut in Erscheinung. Mit etwas Geduld lässt sich ein Kirschlorbeer-Hochstamm selbst heran ziehen.

Dazu wird ein gerader, kräftiger Trieb in der Mitte als Stamm auserkoren. Alle Seitenzweige müssen stets entfernt fernen, lediglich die Krone bleibt stehen. Aber auch deren Spitze muss, wenn sie ihre endgültige Höhe erreicht hat, gekappt werden, damit die Form tatsächlich rundlich wird.

Nach diesem Prinzip sind auch halbkugelige Formen, die wie Pilze aussehen, möglich. Ständiges Nachschneiden ist bei diesen exklusiven Gebilden ein Muss.

 

Kirschlorbeer Etna – Standort

Der ausgewählte Platz darf bei dieser Lorbeerkirsche leicht sonnig bis halbschattig sein. Ein normaler, nährstoffreicher Humusboden mit guter Durchlässigkeit ist ideal. Das ist der Fall, wenn der Boden einen gewissen Sandanteil besitzt. Zu dichtes Erdreich lässt sich mit Sand prima auflockern.

Der Kirschlorbeer Etna zählt zu den Sorten, die relativ gut Frost vertragen. Bei Extremtemperaturen kann es jedoch sein, dass Etna Kälteschäden davonträgt. Meist erholen sich die Gewächse wieder.

Tipp: Frostschäden machen sich durch braune Blätter bemerkbar. Erfrorene Zweige sollten nach dem Winter bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden, damit neue Triebe wachsen.

Bunter Mix mit Kirschlorbeer Etna

Was die farbliche Darstellungskraft betrifft, punktet Kirschlorbeer Etna mit bronzefarbenem Austrieb, einem grünen Blätterkleid und weißen Blütenrispen im Mai. Wer es gerne etwas bunter hätte, kann die Lorbeerkirsche mit anderen Sträuchern kombinieren und dadurch reizvolle Akzente setzen.

Eine Mischhecke bietet bei geeigneter Zusammenstellung den Vorteil, dass sich Blütezeiten fast über das gesamte Jahr erstrecken

Für Insekten, insbesondere für Wildbienen und Schmetterlinge, entsteht ein gern angenommener Lebensraum. Wechselt sich der immergrüne Kirschlorbeer in der Heckenbepflanzung mit laubabwerfenden Gehölzen ab, lässt sich dennoch ein relativ guter Sichtschutz erreichen.

In die engere Wahl kommen Sträucher, die ähnliche Bedingungen wie der Prunus larocerasus Etna bevorzugen:

  1. Schmetterlingsflieder / Sommerflieder (Buddleja davidii)

    Blütezeit: Juli – September; Blütenfarben: Weiß, Rot, Blau oder Violett; Wuchshöhe: je nach Art bis zu 3 m. Der spät blühende Flieder wirkt auf Schmetterlinge wie ein Magnet. Weil der Sommerflieder leicht von unten verkahlt, sollte er im zeitigen Frühjahr einen kräftigen Rückschnitt erhalten.

  2. Zierjohannisbeere / Blutjohannisbeere (Ribes sanguineum)

    Blütezeit: April – Mai: Blütenfarbe: Rot; Wuchshöhe: ca. 2 m.

  3. Die Zierjohannisbeere ist bei Hummeln und allen anderen früh schlüpfenden Wildbienen äußerst beliebt.

  4. Gartenhibiskus / Straucheibisch (Hibiscus syriacus)

    Blütezeit: Juli – September; Blütenfarben Rot, Blau oder Weiß; Wuchshöhe: 2-3 m. Der Austrieb erfolgt erst im Mai.

  5. Ranunkelstrauch / Goldröschen (Kerria japonica)

    Hauptblütezeit: April – Mai; Blütenfarbe: Gelb; Wuchshöhe: bis 2 m.
    Noch bevor der Kirschlorbeer Etna Blüten hervorbringt, präsentiert sich der Ranunkelstrauch mit weithin leuchtenden Blüten in goldgelber Farbe. Bei guter Pflege folgt sogar eine Nachblüte von August bis September.

  6. Zaubernuss (Hamamelis)

    Blütezeit: Januar – März; Blütenfarbe: Gelb oder Rot; Wuchshöhe: 3-4 m.
    Die extrem frühen Blüten der Zaubernuss überstehen eiskalte Frostnächte ohne Schaden.

Hinweis: Hortensien, Azaleen und Rhododendren fühlen sich auf einem leicht sauren Boden am wohlsten, was nicht den Anforderungen des Kirschlorbeers entspricht und deshalb ein Miteinander ausschließt.

Stauden als bunter Blickfang

Soll der Etna Kirschlorbeer einen vollumfänglichen Sichtschutz gewähren und mit genug Platz im Garten, bringen vor die Gehölze gepflanzte Stauden Farbe ins Spiel. Das kräftige Grün von Prunus laurocerasus bildet einen sehr wirkungsvollen Hintergrund, auf dem helle Blütenfarben wunderbar zur Geltung kommen.

Hier ein paar Vorschläge:

  • Niedriger Sonnenhut (Rudbeckia fulgida)

    Blütezeit: Juli – Oktober; Blütenfarbe: Gelb; Wuchshöhe: 30-40 cm.

  • Hohe Fetthenne (Sedum telephium)

    Blütezeit: August – Oktober; Blütenfarbe: Rot; Wuchshöhe: 50-60 cm.

  • Kokardenblume (Gaillardia aristata)

    Blütezeit: Juli – Oktober; Blütenfarbe: Gelb und Rot; Wuchshöhe: bis 50 cm.

Für Flächen, an die keine oder nur wenige Sonnenstrahlen vordringen, bieten sich zur Unterpflanzung von Kirschlorbeer Etna schattenverträgliche Funkien, Ehrenpreis, Goldnesseln, Astilben, Salomonsiegel und Immergrün an.

Kirschlorbeer Etna mit Stecklingen vermehren

Kirschlorbeer vermehren mit Stecklingen

 

Weil die neue Sorte Etna vergleichsweise klein bleibt, eignet sie sich hervorragend zur Kultivierung im Kübel.

Mit etwas Durchhaltevermögen kann für Nachwuchs selbst gesorgt werden, wenn diese Hinweise zum Kirschlorbeer vermehren eingehalten werden:

  • Der unterste Teil eines Stecklings sollte idealerweise aus zweijährigem Holz bestehen.
  • Hier schräg abschneiden und den oberen Trieb abkappen.
  • Die zwei darunter befindlichen Blätter belassen und alle anderen entfernen.
  • Um die Verdunstung zu reduzieren, jeweils die Hälfte der beiden verbliebenen Blätter wegschneiden.
  • In einen Topf mit feuchtem Substrat gesetzt und mit durchsichtiger Plastikhaube versehen, werden mit großer Wahrscheinlichkeit in den folgenden Wochen Wurzeln sprießen.

Schlussbemerkung:
Ob in Einzelstellung, als reine Lorbeerkirschenhecke, in Kombination mit anderen Sträuchern oder als Kübelgewächs, der Kirschlorbeer Etna erweist sich im heimischen Garten als wahres Multitalent.

Was den Standort betrifft, stellt diese Art keine hohen Ansprüche. Lediglich saurer Boden und nasse Füße werden nicht vertragen. Seinen Vorzügen ist es zu verdanken, dass Gartenbesitzer immer häufiger den Kirschlorbeer Etna favorisieren.